Kein Kuchen ist auch keine Lösung – oder: Mäusepoesie

Sonntagnachmittag im goldische Meenz. Wir sind die einzigen, die noch Flipflops tragen. Warum? Wir wollen den Sommer noch nicht gehen lassen… Erst recht nicht jetzt, da wir gerade von zwei sommerwarmen Wochen in Spanien und Südfrankreich zurückgekommen sind. War das schön!

Wir haben uns gefühlt wie Frederick die Maus – Sonnenstrahlen sammelnd, für die kalten, dunklen Wintertage. Farben sammelnd – denn der Winter wird grau. Düfte und Wärme sammelnd für die nun anstehende, kalte Jahreszeit.

Schon immer eines meiner Lieblingsbücher und bis heute wohl die von mir meisterzählte Geschichte zum Einschlafen und manchmal auch am Lagerfeuer…frederick

Aber zurück zum Kuchen. Kuchen essen und dazu eine schöne Tasse heißen Kakao trinken, eingemummelt unter der Kuscheldecke in Erinnerungen stöbern…großartig. Im Winter. Wenn es draußen schneit. Oder Stürmt. Oder beides. Aaaaber: dazu waren wir am vergangenen Sonntag einfach noch nicht bereit. Also hieß es: rein in die FlipFlops und raus in die Stadt. Schauen, wohin es uns treibt.

Gelandet sind wir dieses Mal im Café „Wildes Leben“ in der Wallaustrasse http://www.wildesleben.de/. Und plötzlich war die Welt um uns ein klitzekleinwenig weniger grau.

Doch dann der Schock: auf der Theke ein Schild: KEIN KUCHEN

…zum Glück ging der Text darunter weiter: in feinen, herzigen Lettern, „KEIN KUCHEN ist auch keine Lösung“ Und was soll ich sagen: weltbester Kaffee, saftiger, hausgemachter Kuchen (wir hatten ein riesiges Stück Blaubeer-Schokoladen-Kuchen und ein köstliches Stück Donauwellen-Torte) und äußerst freundlicher, gut gelaunter Service. Wer es noch nicht kennt, sollte es unbedingt mal ausprobieren! Auf der Karte stehen außerdem noch hausgemachte (Milch-) Shakes, Craft-Biere, einige leichte Sommerweine und viele weitere Leckereien.

…das Frühstück klingt übrigens ebenfalls klasse – mal sehen, ob wir das beim nächsten Mal ausprobieren.

Wildes Leben, Mainz
Wildes Leben, Mainz

Zum Abschluss nun aber noch Fredericks Hommage an die vier Jahrezeiten für Euch!

„Wer streut die Schneeflocken? Wer schmilzt das Eis? Wer macht lautes Wetter? Wer macht es leis? Wer bringt den Glücksklee im Juni heran, wer verdunkelt den Tag? Wer zündet die Mondlampe an? Vier kleine Feldmäuse wie du und ich, wohnen im Himmel und denken an dich. Die erste ist die Frühlingsmaus, die lässt den Regen lachen. Als Maler hat die Sommermaus die Blumen bunt zu machen. Die Herbstmaus schickt mit Nuss und Weizen schöne Grüße. Pantoffeln braucht die Wintermaus für ihre kalten Füße. Frühling, Sommer, Herbst und Winter sind vier Jahreszeiten. Keine weniger und keine mehr. Vier verschiedene Fröhlichkeiten.“ (Aus: Frederick die Maus, Leo Lionni)

alles Liebe

(das) Maroniii

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s